Ich werde immer wieder gefragt, was es denn nun mit dem Leuchtturm auf sich hat. Immerhin kommt er nicht nur als Logo vor, sondern ich trage ihn auch jederzeit bei mir.

Um das zu erklären fangen wir am besten mit dem an, wofür ein Leuchtturm steht. In den frühen Jahren der Schifffahrt in denen es noch keine modernen Navigationsmethoden wie etwa GPS gab waren Leuchttürme oftmals die einzige Möglichkeit sicher durch die Weltgewässer zu navigieren. Sie sind wichtige Peilmarken, dienen der Positionsbestimmung, ihr Leuchtfeuer warnt vor Untiefen und dient zugleich als Markierung für das befahrbare, sichere Fahrwasser.

Stein und Feuer, Wärme und Licht

Gleichzeitig sind Leuchttürme standhaft. Sie stehen meist an der Küste, viele auf hoher See. Und dabei trotzen sie allen Witterungen. Wind, Regen, Hagel, Schnee, Stürme, Salzwasser, all das kann Leuchttürmen nur wenig anhaben. Das Leuchtfeuer brennt dabei ungehindert und weißt dem Seefahrer den Weg. Dabei hat jeder Leuchtturm sein ganz eigenes Leuchtfeuer. Manche sind mehrfarbig, manche haben einen ganz eigenen Rhythmus in dem sie Leuchten.

Und so sind Leuchttürme für Seefahrer noch viel mehr als nur ein Seefahrtszeichen. Stellt man sich vor, dass man nach vielen Wochen auf See diesen einen Leuchtturm sieht, den letzten bevor man nach Hause kommt, den Leuchtturm der direkt am Heimathafen steht, das einzigartige Leuchten, das man sieht kurz bevor man zu Hause ankommt, so kann man sich sehr gut vorstellen, dass noch viel mehr Symbolkraft hinter diesen Gebäuden steckt.

Sicherheit, Ankunft, Familie, Geborgenheit

Für viele Seefahrer sind Leuchttürme, genauer gesagt der letzte Leuchtturm vor dem Heimathafen das Symbol für die sichere Heimkehr in den heimischen Hafen, zurück zur Familie, zurück ins sichere zu Hause, weg von der rauen See in die Geborgenheit.

Nun wohne ich weder an der See, noch fahre ich zur See, aber genau diese Symbolkraft hat auch mich eingenommen. Nachdem ich viel Zeit mit dem Rad auf der Straße verbringe ist auch mir die sichere Heimkunft zur Familie sehr wichtig. Hinzu kommt, dass bei mir immer ein Wohlgefühl aufkommt, sobald ich nur in die Nähe eines Gewässers komme. Dabei ist es völlig egal, ob es ein kleiner Bachlauf, oder aber auch das offene Meer ist.

Nicht zuletzt muss ich erwähnen, dass mich ein Buch ganz besonders geprägt hat. „Der Traum des Leuchtturmwärters“ vom peruanischen Schriftsteller Sergio Bambaren ist bis heute mein Spickzettel fürs Leben.